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18. Dezember 2008

 

TSG Hoffenheim - FC Schalke 04 1 : 1

 

Weihnachten steht vor der Tür und Herbert hat Urlaub, weil die Kunden uns in der Firma die Tür einlaufen und uns tonnenweise Metalle bringen, weil die Preise aufgrund von Börsengrufties neuste Tiefststände erreichen. Was macht man da: ein Auswärtsspiel mit Schlamacco in Mannheim.

Pünktlich um 08.45 Uhr fährt der Bulli mit Anne, Michael, Jockel, Ratte und Nobbi vor. Als erstes werden die Nachbarn, Tanja und Jochen aus dem Schlaf gesungen. Ist ja auch Sonntag. Sind ja alle wach und wenn nicht gewesen, dann jetzt. Anschließend wird erst einmal eine Zigarette geraucht (die Fahrt von Lingen bis nach Bramsche dauert ja auch geschlagene 10 Minuten). Nachdem ich mich nach den Getränken erkundigt hatte, entschließe ich mich doch, noch eine Kiste gekühlten Gerstensaft mitzunehmen (und das war mit Sicherheit nicht die schlechteste Idee).
Als Michael den Bulli dann aus Bramsche rangierte, gab es dann datt erste Pils. Schmeckte auch wohl. Also ab Richtung Mannheim. Vorher mussten wir noch Marco abholen, der in Bochum wohnt. Irgendwo auf einem Parkplatz nähe „Lüdenscheid" konnten wir Marco dann mitnehmen. Natürlich hatte Marco auch Durst. Ist schon komisch mit uns Schalkern. Dann machten wir erst mal eine Pause. Nach der Pause fuhr Anne weiter. Anne musste sich erst einmal an den Bulli gewöhnen. Nach zweimaligen „Abmurksen" des Motors ging es weiter. Ihr könnt euch ja vorstellen, was für Kommentare kommen, wenn vorne ein nüchterner und hinten 5 Männer sitzen (die schon einige Pilsken intus haben).

Als wir um 14.00 Uhr in Mannheim ankamen, war auch schon der erste Parkplatz zu sehen. Nach Rücksprache mit dem Parkwächter könnten wir da parken. Die Parkplätze am Stadion könnten schon alle belegt sein. Aber weil wir faul sind, steuern wir den Parkplatz an. 4 € kostet uns der Spaß. Aber der Parkplatz war so was von leer (soviel vom ersten Parkwächter).

Dort angekommen wurden dann Frikadellen gereicht mit Brötchen (war schon drin). Ich hab aber keine Frikadelle genommen. Und meistens habe ich doch eigentlich wohl Hunger. Soviel zu den Frikadellen.

Alles Schalker dort. Dort traf man erst einmal einige Bekannte wie Bullemann. Dann musste man auch das Mannheimer Bier probieren. Und siehe da: es schmeckte. Die Kellner waren sich aber nicht einig: Der eine zapfte so schnell, dass der andere mit dem kassieren nicht nachkam. Aber auch ein kostenloses Pils schmeckt. Später wurde dem Kellner dann erzählt, dass er einen „Zwanzig €-Schein " statt einen Zehner bekommen hat. Auch das klappte.Unterwegs war die Polizei sehr präsent. Die Pferde trugen Schienbeinschoner, so etwas sieht man nicht im Emsland. Unterwegs standen wieder die „5 € - Schalhändler". Und wieder einen Schal gekauft. Dann geht es weiter zum Stadion von Waldhof Mannheim, in dem die Hopp-Fußballer die Hinrundenspiele austrägt. Das neue Stadion von Hoffenheim wird erst im nächsten Jahr fertig. Und mit einer Niederlage gegen Schalke könnten die Jungs das „Carl-Benz Stadion" immer in Erinnerung halten. Ein 0:2 wäre in Ordnung. Der Weg zum Stadion ist ganz schön eng. Dann die üblichen Eingangskontrollen. Alle Banner müssen ausgerollt werden, nicht das wieder ein Banner gegen Hopp ins Stadion kommt. Das Lied „Kohle unter unseren Füssen" darf nicht gesungen werden. Könnte eine Anspielung auf Hopp sein wird berichtet. Schnell noch mit „Ratte" ein lauwarmen Glühwein im Kopp und weiter.

Ab zu den Stehplätzen (obwohl ich einen Sitzplatz habe). Da geht gar nichts mehr. Scheint so, als wenn tausend Leute das immer so machen. Aber dann müssten eigentlich 1.000 Sitzplätze frei sein. Das kann man aber nicht sehen. Also rein im Block zu meinen Sitzplatz. Wie immer besetzt. Egal, also schnell einen Platz suchen. Nichts von freie Plätze zu sehen. Also erst einmal vor einer Absperrung stellen. Ein Stehplatz der allerbesten Sorte. Aber wie lange? Bis zum Spielende. Quasi ein VIP-Stehplatz.

Das Spiel fängt gut an. Die eine oder andere Chance für uns. Aber auch die „Hopp-Männer" haben Chancen. Und dann macht der „Blondie Asa" die Hütte. 1:0 für uns. Gibt es so was. Schone lange auswärts nicht mehr gesehen. Von der Haupttribüne von Hoffenheim standen geschätzte 104 Zuschauer auf. „Steht auf wenn Ihr Hoffenheimer seid" wurde gesungen. Ca. 04 Sekunden später ging allerdings ein „Schaaaaaaaaalke" durchs Stadion, dass sich alle von der Haupttribüne wieder hinsetzten. Das war der Hammer. Unsere ganze Kurve lachte sich kaputt. Dann war Halbzeit. Zeit für Pilsken und watt zu Essen. Hatte ja auch keine Frikadelle.

Dann kam der Schiri ins Spiel. Nach einer Grätsche wurde unser Kampfschwein Jones vom Platz gestellt. Na ja, diesmal hat er den Ball gespielt. Aber in der 1. Halbzeit stand er schon kurz vorm Platzverweis. Jetzt ging es aber es richtig los. Jones wollte den Schiri lautstark seine Sichtweise erklären. Gut das unsere anderen Spieler Krafttraining machen und unseren „Stier" festhalten konnten. Für den Schiri aber auch. Orlando wollte zwischenzeitlich den Ball hochhalten, der Ball sprang aber 40 Meter vom Fuß, worauf der Schiri Orlando deshalb auch verwarnte. Zu Recht. Hätte mehr üben sollen.
Dann ging es hektisch weiter. An der Eckfahne wollte ein Hoffenheimer „Asa" mal zu „Brust" nehmen. „Asa" wollte es sich dann auch anhören. Leider wollten alle anderen Spieler auch mitreden. Wenn alle Spieler, Schiri und seine beiden Assistenten in einem wahnsinnigen Spurt zusammen auf 10 m² sind, nennt man das „Rudelbildung". Einige sind im diesen Spurt sogar schneller wie im ganzen Spiel vorher. Mulder wurde auch ein bisschen lauter und schaute sich danach das Spiel von der Tribüne aus an. Hatte da auch die bessere Übersicht.In der 72. Minute entschied Schiri Gaggelmann dann auf Freistoß. Unser Fabian hatte vorher auch schon gelb gesehen. Aber diesmal hatten wir Glück und Fabian durfte weiterspielen. Den Freistoß verwandelte Teber. Manu war noch dran, konnte den Ball aber nicht mehr halten.Danach gab es ein Powerplay von Hoffenheim. Unsere Schalker verhielten sich aber taktisch klug. Als in der 80. Minute Orlando zu langsam war und er Teber festhielt, gab es die zweite Gelb-Rote. Jetzt wurde es ganz schön dramatisch. Jetzt nur noch das Motto: Hau die „Pille" weit weit wech.

Mulder hatte auf der Tribüne noch einen Platz frei und winkte Büskens zu sich. Der Schiri hatte ihn den Platz unten auf der Ersatzbank auch allerdings verwehrt. Dann pfiff der Schiri ab. Das Unentschieden war auch wohl in Ordnung. Wer mit 9 Mann ein Unentschieden beim Herbstmeister holt, muss zufrieden sein. Anschließend wurde gemunkelt, dass Gaggelmann wohl abends zu lange vorher auf dem Weihnachtsmarkt war. Na ja.

Dann ging es zurück zum Parkplatz. Hier wollten alle 25.000 Zuschauer gleichzeitig nach Hause. Als erstes wurden die letzten Frikadellen durch Ratte entsorgt. Dann ab nach Hause. So nach und nach kamen wir dann auf der Autobahn. Bei der zweiten Raststätte wurde dann eine Pause eingelegt und Pils nachgetankt. War ja auch durstiges Wetter. Dann fuhr der Gasprom-Bus vor. Mal schauen wer rauskommt. Und wer kam: Asa, Pander und Benni. Wir konnten es nicht glauben. Unsere Jungs hatten auch wohl Durst bekommen. Was die alle so geholt haben, weiß ich nicht mehr, ich hab es vergessen, ist ja im Enddefekt auch egal.Anne holte sich die Spieler nacheinander und machte mit jedem ein Foto. Frauen können das. Ich durfte mit Ratte, Nobbi und mit Asa auf ein Foto. Anschließend sprach Ratte Asa an, er solle nicht so viel Cola trinken. Asa fragte zweimal nach, warum er das nicht darf. Er schien schon ein wenig sauer zu werden. Weil du einen schwarzen Ar... davon bekommst antwortete Ratte. Asa und wir mussten uns beherrschen vor Lachen. Anschließend ging es für Asa, Pander und Benni wieder im Laufschritt zum Bus. Dabei wurde ein Flasche (Cola, Fanta, Red Bull, Wasser oder was es auch immer war) vergessen. Und wer bringt diese Flasche hinterher? Ratte wer sonst. Asa bedankte sich. Asa sollte den ganzen Bus von Ratte grüßen. Ob er es gemacht hat? Bestimmt.
Anne musste danach erst einmal telefonieren. Gefühlte 3 Stunden oder so. Auf jeden Fall hat das Handy von Anne ein super Akku. Dann wurde bis zur nächsten Tanke weitergefahren. Mussten ja mal tanken. Aber watt tanken wir? Zwei oder Drei Träger Bittburger wurden wieder eingeladen. Tanken an der Autobahn ist zu teuer (Diesel 1,07 Ltr.). PS: Wir standen direkt an einer Zapfsäule. Also weiter Richtung „Lüdenscheid" wie auf der Hinfahrt zum Parkplatz. Marco musste weiter Richtung Bochum. Unterwegs kamen seit Mannheim gelegentlich seltsame Gerüche von Ratte. War nicht so gut. Es wurde einen schon fast schlecht davon. Ach, die guten Frikadellen.

Als wir dann weiterfuhren stand unsere Tankanzeige vom Bulli auf „Reserve". 100 Kilometer können wir noch war zu hören. Dann mal wieder Gas geben. Auf der B54 bemerkt Nobbi, dass die Straße schlecht sei. Das ist der Motor hören wir von vorne. Die Tankanzeige ist fast unten, nein ist ganz unten. Also schnell die Abfahrt Altenberge runter. Fast. Bis zur Hälfte und dann ist Feierabend. Uhrzeit ca. 23.30 Uhr. Jetzt hieß es per Hand die letzte Hälfte hochschieben. Ist ja auch bitter kalt. Als wir oben waren, ist es uns aber wärmer geworden. Dann kam nach einer Viertelstunde ein Auto vorbei. Wachdienst Oberschlaumann oder so. Auf jeden Fall dürfte er keinen mitnehmen zur nächsten Tanke. So pflichtbewusst sind wir deutsche nun einmal. Immerhin konnte er uns dann rechts in Altenberge (ca. 1,5 km) zwei Tankstellen empfehlen. Ratte lief nach links und versuchte sein Glück bei einem Bauernhof. Der Bauer empfahl Ratte sich schnell zu „vom Acker zu machen". Irgendwie auch verständlich wenn Ratte nachts um 0.30 Uhr bei einem klingelt. Also konnten wir den Bulli mit 4 Mann (Anne am Steuer, Ratte auf der Flucht vor dem Bauer) per Hand zu der Tankstelle schieben. Wie schwer ein Bulli doch zu schieben ist. Zwischenzeitlich wurde dann für alle anderen festgestellt, dass die Reserve vom Bulli nur ca. 60 km reicht. Nach einigen Pausen bei der ersten Tankstelle angekommen wurde festgestellt, dass es nur mit einer Tankkarte geht, die wir natürlich nicht hatten. Zwischenzeitlich wurden wieder Autos angehalten. Mit einem fuhr Jockel dann zur nächsten Tanke. Und siehe da, wir konnten mit EC-Karte bezahlen. Endlich. Also die letzten Kräfte bündeln und den Bulli wieder 300 Meter schieben.

Da hörte man den Bulli auch schlürfen. 75 Ltr. passten drin. Preis pro Liter 1,02 €. Satte 5 Cent günstiger als an der Autobahn. Macht eine Ersparnis von 3,75 € (pro Person 0,54 €). Wahnsinnige Ersparnis. Aus Spaß meinte ich dann, es wäre das größte, wenn der Bulli jetzt doch nicht anspringt. Tat der Bulli auch nicht, weil die Batterie leer war (Das Licht war ja auch die ganze Zeit an). Watt nu? Wieder anschieben. Der Bulli muss entlüftet werden, kamen jetzt die Ansagen. Wieder wurde ein Autofahrer angehalten. Der konnte leider den Dieselfilter nicht finden. Wir aber auch nicht. ADAC anrufen. Es hatte aber auch keiner eine Mitgliedschaft. Ein Taxiunternehmen anrufen. Das Taxiunternehmen wurde eine nicht unerhebliche Summe in Aussicht gestellt uns zu überbrücken. Aber das wollten die nicht. Besten Dank noch einmal an das Taxiunternehmen. Servicewüste Deutschland. Also weiter schieben. Und siehe da. Nach ca. 200 Metern hatten wir es geschafft. „Yes we can" war zu hören. Von Teambuilding und großen Zusammenhalt wurde auch berichtet. Zusammen sind wir stark. Ach ja, wo ist Ratte? Anrufen. Handy und Jacke von Ratte lagen aber im Bulli. An der Straße stand dann noch ein Anhalter. Ihr wisst, wer es war. Ziemlich unterkühlt und ohne Zigaretten. Und ohne Zigaretten war wohl das schlimmste.

Also wieder Pilsken für uns. Jedenfalls alle anderen. Ich nahm noch ein V-Plus zu mir. Hatten alle wieder Durst. Um 02.00 Uhr war ich dann wieder zu Hause. Jochen hat uns auch wieder gehört. Zum Glück am nächsten Tag Urlaub (Der Wirtschaftskrise sei Dank, oder vielleicht auch nicht).

Das war der Bericht zu einer Auswärtsfahrt, die ich nicht vergessen werde.

Glückauf

Herbert